Sämtliche Beiträge | 1997-2024


„Was fällt auf an diesem Outfit? Überlegen Sie?“ Mode als implizites Inszenierungsobjekt in Buffy – Im Bann der Dämonen

„Was fällt auf an diesem Outfit? Überlegen Sie?“ Diese Frage nach dem Outfit ist wohl nicht erste, die sich ein Zuschauer explizit stellt, wenn er audiovisuelle Medien konsumiert. Gleichzeitig ist es eine sehr wichtige Frage, da sie im Unterbewusstsein der Zuschauer erheblich dazu beitragen, wie die Akteure wahrgenommen werden. In diesem Beitrag liegt der Fokus genau darauf. Es soll untersucht werden, wie es Mode in Buffy – Im Bann der Dämonen schafft, Stereotypen zu brechen, während sie gleichzeitig für deren Realisierung verantwortlich ist.

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913305312069521

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18960

20220916pajan

Scruffy Masculinities. Gay bear representations in the runways of Walter Van Beirendonck’s Spring/Summer 2010 Wonder collection

Despite the vast research regarding non-conformative bodies, there is little material on the gay bear representation in fashion modelling. This article investigates the bear embodiment in the runway shows of Walter Van Beirendonck Spring/Summer 2010 Wonder. Critical visual analysis follows the gay bear symbolism in the video recordings ofthe runways, revealing how it challenges the fashion industry’s body standards through body-inclusive gay bear embodiments.

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913281421039702

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18952

20220916suman

Zwischen Boyfriend Jeans und High Heels: Crossdressing als Durchbruch der Gendernormen?

Kleider machen Leute – oder eher: Kleider machen Geschlechter? Als semiotisches Zeichen ist Mode stark an Geschlechternormen gebunden und definiert Kleidung als typisch männlich und typisch weiblich. Warum jedoch lösen sich diese Grenzen nun immer mehr auf? Kann Crossdressing bestehende Gendernormen durchbrechen?

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913352184612619

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18956

20220916gottwald

femme travestie: Mode im Zeichen des Aufstands

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Konzept der Hose als männliches Privileg, ihre Aneignung der Frauen als Mode und der Emanzipation von der Heteronormativität durch sie. Dabei wird im Speziellen auf die Jugendsubkultur der Pachucas in den 1940er im Süden Amerikas eingegangen und das Erschaffen ihres eignen Modestils mittels des Zoot Suit, ein Kleidungsstück der Mittelschicht. In Hinblick darauf wird auch Simmels Philosophie der Mode von 1905 reflektiert.

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913224568634837

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18955

20220916goessmann

Das Seidentuch als symbolische Kennzeichnung von Macht in Gossip Girl

Eine semiotische Begründung für den Einsatz von Mode in Gossip Girl zu finden, erscheint zunächst weit hergeholt. Als Jugendserie geltend, wird das Dramatische der Handlung fokussiert. Jedoch kann auch in zunächst unbedeutenden Accessoires eine Symbolik zu erkennen sein: Das Seidentuch von Hermès (le carré Hermès) ist ein Ausdruck von Luxus und Wohlstand, sowohl in der Serie als auch in der Realität. In den ersten beiden Staffeln der Serie wird das Seidentuch zum semiotischen Ausdruck von Macht. Insbesondere dann, wenn Machtintrigen sich zuspitzen. Wie die semiotische Bedeutung impliziert wird und in welchen Kontext das Symbol zum Einsatz kommt, soll im Folgenden betrachtet werden.

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913384650989023

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18951

20220916brandt

The bearded Lady. Eine haarige Angelegenheit im binären Geschlechtersystem

Im 19. Jahrhundert wurden Menschen, die nicht der Norm entsprachen, in sogenannten Freakshows als Kuriositäten vorgeführt. Neben siamesischen Zwillingen oder kleinwüchsigen Personen sollten auch Frauen mit Bartwuchs das Publikum belustigen. 2014 wird eine moderne bearded Lady zum medialen Ereignis: Tom Neuwirth gewinnt als Kunstfigur Conchita Wurst den Eurovision Song Contest. So unterschiedlich die Rahmenbedingungen auch sind, in beiden Fällen erregen weiblich gelesene Personen mit Bart viel Aufmerksamkeit in einer binären Gesellschaftsordnung. Ausgehend von Judith Butlers Ansatz setzt sich dieser Artikel mit folgender Fragestellung auseinander: Inwiefern demonstriert das binäre Geschlechtersystem seine Macht an bärtigen Frauen und inwiefern haben bearded Ladys das Potential an der Macht zu rütteln?

Dieser Artikel erschien am 16.09.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022091913293683442698

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/18961

20220916pest

Der Textbegriff zwischen den Disziplinen. Eine Einleitung

Der Textbegriff ist ein Grundbegriff vieler und vor allem unterschiedlicher Disziplinen und ist daher auch oftmals Bindeglied in interdisziplinären Forschungsfeldern oder zumindest Forschungsfragen. Die Einleitung zeigt unterschiedliche Perspektiven auf den Textbegriff (wie normative, strukturalistische, pragmatische und kulturwissenschaftliche) und geht der Frage nach, was die scheinbar grundlegende Inter- und Transdisziplinarität des Textbegriffs ausmacht.

Dieser Artikel erschien am 06.05.2022 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2022050514033007771833

20220506pichler

‚Texts in Action‘ – Zur epistemischen Funktion von Texten in der naturwissenschaftlichen Wissensproduktion

Die Science Studies haben im Zuge ihrer Praxiswende beachtliche Erkenntnisse nicht nur über konkrete Handlungen, Diskussionen und Interaktionen von Naturwissenschaftler_innen bei der Produktion ‚harten‘ Wissens zu Tage gefördert, sondern auch über die dabei zum Tragen kommende Bedeutung von Texten. Im Rekurs auf grundlegende Abhandlungen der Science Studies (u.a. von Shapin, Latour, Woolgar, Knorr- Cetina) bringt dieser Beitrag epistemische Funktionen von Texten in der naturwissenschaftlichen Wissensproduktion in den Blick. Im Fokus stehen die Durchsetzung der experimentellen Methode durch den Experimentalbericht, das Labor als Ort der Produktion von Inskriptionen und auf ihnen beruhenden Fachaufsätzen, dann die epistemische Wirksamkeit von Texten bzw. textueller Vorformen im experimentellen Forschungsprozess selbst und schließlich die textuelle Aushandlung von Wissen innerhalb einer Fachgemeinschaft.

20220506gencarelli

Mehr als Worte. Der Text als semiotische Einheit

Der vorliegende Beitrag versteht Texte als stets an soziale und kulturelle Handlungskontexte gebunden und betrachtet sie in der Bezugnahme auf die theoretischen Annahmen der Social Semiotics in ihrer Funktionalität in sozialen und kulturellen Prozessen der Repräsentation und Kommunikation. Aus diesem funktionalen und semiotischen Ansatz folgt auch, dass der Textbegriff auf andere semiotische Modi jenseits der Wortsprache und deren Zusammenspiel (Multimodalität) erweitert werden muss. Nur dann lassen sich die kulturellen Formen und Prozesse der Repräsentation und der Kommunikation angemessen und in ihrer ganzen Bandbreite erfassen.

20220506hallet

Text – Umfeld – Konnotation, oder: Texte als Feldopportunisten

Ein linguistischer Textbegriff ist insofern widersprüchlich, als das Fach zur Gewinnung seiner darstellungstechnischen Kategorien systematisch von allem absehen muss, was den Textsinn ausmacht. Vor diesem Hintergrund argumentiert der Beitrag für einen Textbegriff, der mit der Vorstellung bricht, Texte seien aus sprachlichen Bedeutungen komponiert. Voraussetzung für den textuellen Ausbau sprachlicher Mittel ist der Feldopportunismus der Sprachzeichen, deren konnotative Reflexivität und Indexikalität.

20220506knobloch