Literatur, Lebenshilfe, Laptop – eine didaktische Observation

Das Jahr 1999 bietet Anlass für eine ironische Observation, in der das Literaturdidaktische zugleich Perspektive und Gegenstand ist. Der Blick richtet sich auf die Literaturwissenschaft sowie auf das Verhältnis von Literaturdidaktik und Literaturunterricht. Die “empirische” Basis sind Kurzprotokolle von Unterrichtsstunden aus 50 Jahren über ein Hauptwerk der Nachkriegslyrik. Es erweist sich, dass die Literaturwissenschaft in ihrem Kampf um Gegenstand und Diskurshoheit von der Didaktik lernen könnte und dass die praktische Folgenlosigkeit literaturdidaktischer Theorie ein Mythos ist. Am Ende ein Ausblick auf die Zukunft von Literaturunterricht, -wissenschaft und -didaktik unter den Bedingungen totaler Medialität.