Madonna meets Metropolis. Zur Interpikturalität von Musikvideos

Nichts illustriert die mediale Bilderflut, wie sie im Rahmen des Iconic Turn der 2000er-Jahre konstatiert wurde, so eindrücklich wie die Vielzahl an Uploads, die mittlerweile im Sekundentakt in die sozialen Netzwerke eingespeist werden. Es scheint, als läge vor allem das bewegte Bild mit Ton im Trend – der in Social-Media-Apps wie Instagram und TikTok generierte Content besteht zum Großteil aus Kurzvideos, das stumme Standbild mit Caption wirkt demgegenüber schon bei-nahe wie ein technisches Rudiment, Relikt aus einem Zeitalter, in dem nicht jeder Mensch sich mit der Kamerafunktion seines Smartphones im Handumdrehen (frei nach Beuys) zum Videokünstler aufschwingen konnte. Ganz oben auf dieser Welle schwimmt die Popindustrie: Die Clipkultur hat sich über das Internet (insbesondere Youtube) neue und vielfältigere Verbreitungswege erschlossen, die das klassische Musikfernsehen verdrängt haben…

Dieser Artikel erschien am 29.09.2025 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2509121022376.508587949714

DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/24167

20250929Dresler

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