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Ins finstere Herz der Präsidentschaft: wo Demokratie und Totalitarismus ununterscheidbar werden. Zum Ende der vierten Staffel House of Cards

Der Beitrag versucht einige der Bezüge (Volkssouveränität, totaler Krieg, Staatsterrorismus) in den programmatischen Äußerungen der Figur des US-Präsidenten Frank Underwood am Ende der letzten Folge der vierten Staffel in der Serie House of Cards aufzudecken. Die politischen Implikationen, die sich daraus ableiten lassen, lassen die Serie als einen neuen medialen Ausdruck von moderner, aber auch […]

Donald Trumps House of Cards

Zunächst amtiert Frank Underwood als Majority Whip im Repräsentantenhaus, dann wird er zum Vizepräsidenten ernannt und schließlich rückt er ins Amt des Präsidenten auf. Geschildert wird diese Karriere in der grandiosen Netflix-Serie House of Cards. Sie kann den Blick schärfen für die derzeitigen Vorwahlen um die Präsidentschaft in den USA, als deren auffälligster Kandidat sich […]

Ertüchtigungsfernsehen

Der folgende Beitrag blickt auf Kochshows, Castingshows oder Tiershows und versucht, hypothetisch einen globalen Wandel in Programmstrukturen des Fernsehens nachzuzeichnen. Wo es früher um die Vorführung von Menschen ging, von denen man sich absetzen konnte, geht es jetzt sehr viel stärker um eine Normvermittlung. Die Norm „Sei leistungsbereit“, der Menschen vor der Kamera nachkommen, verspricht […]

Der Talk bei hart aber fair als falsch echte Debatte. Eine Analyse der Sendung “Flüchtlinge in Deutschland – wie willkommen sind sie wirklich?” vom 23. Februar 2015

Wie viel Raum bietet die WDR-Talkrunde „hart aber fair“ für echte Debatten, für ergebnisoffene Diskussion? Wie in jeder Talkshow ist die Auswahl der Gäste nicht transparent, beschränken die Spielregeln und Logiken des Rahmens ‚Talkshow‘ und die Fragen des Moderators einen echten Gedankenaustausch. Durch vorproduzierte Beiträge, die im Laufe der Sendung eingespielt werden, ist der Spielraum […]

Der maschinenähnliche Sonderling und seine Überführung ins Menschliche anhand von The Big Bang Theory und Sherlock

Im Jahre 1966, vor nahezu 50 Jahren, erschien eine Figur auf den Bildschirmen der Fernsehzuschauer, die bis heute ihre Wirkung nicht verloren hat: Die Pop-Ikone Mr. Spock aus Star Trek. Die Faszination Spocks erklärt sich vor allem aus seinem inneren Zwist zwischen seiner rationalen vulkanischen und seiner emotionalen menschlichen Seite. Dieser Zwist ist aktueller denn […]

Zuverlässig unzuverlässig: Falsche Fährten als Krisen- und Testfall der Rezeption – nicht nur in Kriminalnarrationen

Falsche Fährten lassen sich als besondere Form erzählerischer Unzuverlässigkeit begreifen. Als solche führen falsche Fährten unvermeidlich in Interpretationsprozesse hinein. Zudem lässt sich zeigen, dass falsche Fährten Interpretationsprozesse aber auch bereits grundlegend voraussetzen. In jedem Fall lassen falsche Fährten Rezeptionsprozesse als Interpretationsprozesse in besonderer Weise beobachtbar werden. Über die Diskussion der falschen Fährten im Zusammenhang mit […]

Die Haute Cuisine des Mordens. Eine präsenztheoretische Analyse der TV-Serie Hannibal

Dieser Aufsatz ist ein Versuch, die Ästhetik und Faszination der TV-Serie Hannibal durch einige Ansätze der neuen Präsenztheorie(n), wie sie unter anderem von Hans Ulrich Gumbrecht, Dieter Mersch und Martin Seel formuliert wurden, erklärbar zu machen. Dabei sollen in einem ersten Schritt die beiden zentralen Figuren der Serie näher untersucht und klassifiziert werden. Anschließend wird […]

Pathologien des Terrors. Homeland als Beitrag zur kollektiven Traumabewältigung

Wie krank ist der Terror? Und wie krank hat er uns gemacht? Homeland ist die klügste Auseinandersetzung mit der Post-9/11-Welt, die es derzeit im Mediensystem zu sehen gibt. Die Serie problematisiert nicht nur den von George W. Bush glorifizierten War on Terror, sondern ist auch als wichtiger Beitrag zur kollektiven Traumabewältigung zu verstehen. Dass die […]

„Brainy is the new sexy“ – Zur Erotik des Denkens in Sherlock

Steven Moffat und Mark Gatiss liefern mit ihrer BBC-Serie Sherlock eine gelungene Neuinterpretation der Detektivgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle. Dabei verlegen sie nicht nur das Setting in das London der Gegenwart, sondern kreieren auch einen der Menschlichkeit entrückten Protagonisten. Der Sherlock Holmes 2.0 trägt Nikotinpflaster, ist SMS-Junkie, Popstar und hochfunktionaler Soziopath. Als lebende Denkmaschine […]