Kino


Der letzte Film aller Zeiten! Christopher Nolans Interstellar – der Film nach dem Film?

Christopher Nolan hat mit Interstellar den letzten Film aller Zeiten gedreht! – Zumindest behauptet das der Film. Aber ist dieser Versuch auch geglückt? Und wenn Inception der Film aller Filme ist, ist Interstellar dann sogar der Film nach dem Film? Diesen Fragen soll im folgenden Text nachgegangen werden. Zunächst wird Interstellar dafür im Kontext von Nolans bisherigen Oeuvre verortet. Anschließend wird die Frage gestellt, was es mit der doch eigenartigen Verschaltung unterschiedlicher Medien am Schluss des Films auf sich hat. Damit soll die weiterführende Perspektive auf solche Filme eröffnet werden, die den Versuch machen, über sich selbst hinauszugelangen.

Eberle_Interstellar

Xavier Dolan und das Ende des Coming-Out Films

Die Filme des frankokanadischen Wunderkindes Xavier Dolan verweisen auf einen Wandel in der filmischen Repräsentation von unkonventionellen sexuellen Identitäten auf solche, die die Coming-out-Matrix durchbrechen und Charaktere schaffen, deren Komplexität weit über die sexuelle Identiät geht. Ein Prozess, den man sogar als Vermenschlichung betiteln könnte.

Knezevic_Dolan

3D als Experiment – die Frage nach dem „Wozu“ des Kinos. Ein Bericht über die 61. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Das Themenprogramm „Das Dritte Bild – 3D-Kino als Experiment“ der diesjährigen Kurzfilmtage in Oberhausen adelt nicht nur das filmästhetische Phänomen 3D, sondern auch die Muse zum Diskurs. 3D polarisiert und diese Polarisierung fordert kritische Aussprache. Der Umgang mit zwiespältigen Bildern, die repetitive Infragestellung des Vorhandenen, das avantgardistische Ausschöpfen von Möglichkeiten ist nicht nur Usus in Oberhausen, sondern akkumuliert in der Frage, derer sich das stereoskopische Filmbild immer wieder aufs Neue aussetzen muss: „Wozu 3D“?

Linseisen_Ober

Gesellschaftskritik im Detail. Der gegenwärtige russische Film auf dem Filmfest München

Der russische Film im diesjährigen Programm des Filmfests München zeichnet sich insbesondere durch seine Gesellschaftskritik aus. Die drei Filme – Leviathan (RUS 2014), Another Year (Yeshche odin god; RUS 2013) und Hard To Be A God (Trudno byt’ bogom; RUS 2013) – vermitteln diese jedoch nicht nur über ihre Geschichten, sondern nutzen zudem filmische Mittel, visuelle Metaphern und Referenzen.

Bergmann_RussischerFilm

Monstrous Sex: The Verge of a Pornographic Turn? Bending, Breaking, Penetrating the Rules

Filmic horror narratives traditionally evoke a restless pursuit to locate the other, not only in the mutilating predator, but also in its sexually active and thus doomed victim. In the recent history of horror film, however, this ‘sex-equals-death’ condition has been progressively subverted. Drawing on the notion of ‘body genres’ and Monster Theory, the article traces various, increasingly explicit forms of this death spell reversal, from popular teen horror The Cabin in the Woods to the orgiastic art house symphony of Lars von Trier’s Antichrist, to the television-realm of the vampiric True Blood, where combined excesses of sex, blood, and narration spark a sex-positive mode of monstrousness.

Lingen_Monstrous

Die Tektonik des Films. Jonathan Glazers Under the Skin & David Robert Mitchells It Follows

Einerseits bezeichnet Tektonik eine innere Bewegung der Erdteile, eine Verschiebung, die letztlich zu einer Neudefinition des Ganzen führt. Andererseits ist das Wort der Tektonik auch von dem griechischen Wort für Baukunst abgeleitet, womit sich auch das Wort Architektur erklären lässt. In einem Essay mit dem Thema Die Tektonik des Films muss es daher um das Arrangement der Bestandteile des Films und ihrer inneren Bewegung gehen. Glazers und auch Mitchells Film sind hierfür insofern relevant, als sie Bild und Ton differente Positionen beziehen lassen. Während das Bild für den Menschen plädiert, bezieht der Ton Stellung für das Überirdische.

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Do you want to be a Feminist? Frozen (2013)

Hailed as “the best Disney Film since The Lion King,” grossing almost $380 million to date at the USA box office, and winner of two Academy Awards, the studio’s 2013 release Frozen is also one of its most controversial animated features. The heated debate that launched a rather impressive number of blog entries over the past few months centers on the question of the film’s feminist content. ‘Is Frozen the most feminist Disney film to date?’ ‘Is it feminist enough?’ and ‘Is it feminist at all?’ are the conflicting issues raised by the movie’s vehement attackers and defenders. More than a simple media dispute, the theoretical battle around Frozen offers a window onto a whole range of issues that revolve around contemporary feminism, readership, and textual construction.

Brockmann_Frozen