Als maßgeblicher Architekturtheoretiker der Postmoderne gilt Jencks. Sein zentrales Anliegen ist die „Sprachlichkeit“ der Architektur, vor allem ihre „Metaphorizität“. Im Folgenden werden seine wichtigsten Thesen wiedergegeben und auf Gehalt und Konsistenz hin untersucht. Die leitende Frage ist, ob postmoderne Architekturtheorie noch etwas zu sagen hat. HTML Volltext im Archiv
Verfasserarchiv | Daniel Krause
Der weiß-blaue Himmel
Wer sich Bayern von Franken oder von Schwaben her nähert, die Donau, den Lech überquert, dem geht der Himmel auf. Die Wolken sind tiefer gelagert: greifbar, in Formen, wie von den Asam stuckiert, und türmen sich hoch, wie auf barocken Gemälden. So meint man zu fliegen. Kein Land Europas liegt höher, es sei denn Tirol. […]
Tot sparen
Uli Hoeneß ist stolz auf die Finanzen der Bayern: Schuldenfrei, Millionen Gewinn. Da lacht das Herz des Wurstfabrikanten. Doch zählen im Fußball Bilanzen? Die großen Vereine verschwenden ihr Geld. Seit Menschengedenken ist Barça bankrott. Es spielt den schönsten Fußball auf Erden. ManU, Real, heute Chelsea verbrennen Millionen – anders ist Fußball nicht möglich, auf höchstem […]
Oskar Werner
Im Film, im Theater sind „Authentizität“, „Intensität“, manchmal „Coolness“ gefragt. Deswegen konnte Til Schweiger Karriere machen. Doch eines haben Schauspieler seines Schlages niemals gelernt: zu sprechen. Einst war das anders: Schauspiel- war Sprechkunst. Ihr Meister hierzulande: Oskar Werner. Er formte die Laute exakt, wie ausgestochen. Die Silben- und Wortgrenzen verschliff er: Ein wohlartikulierter Tonstrom enstand, […]
Vierzehnheiligen
Zwei Raumformen beherrschen Europas Sakralarchitektur: Lang- und Zentralbau. Die erste geht vom konstantinischen Petersdom aus. Meist nimmt sie die Form einer Basilika an: Das überhöhte Mittelschiff soll Transzendenz vermitteln: den Aufstieg vom Dunkel ins Licht. Die zweite ist heidnischen Ursprungs, das Pantheon ihr vollkommenster Ausdruck: Immanenz wird bejaht. Alle Rotunden, vom Pantheon bis in die […]
Stifter und die Natur
Stifter: der langweiligste aller. So sagt man. In Wahrheit: der Fesselndste. Nur er will Natur lesen. Nicht als Moderner. Als Christ. Er liebt, was ist, weil es Spuren des Göttlichen trägt. Ein alter Gedanke im Katholizismus: Natur ist Gegenwart Gottes und darum der Andacht und Hingabe wert. In Mücken, sagt Thomas, ist Gott. Im Singsang […]
