Jahresarchiv | 2024


1994. Pulp Fiction forever! oder: Wie uns Quentin Tarantino bis heute die Füße massiert

Das Kinojahr 1994 war ein herausragendes und hat uns zahlreiche Klassiker beschert — aber der bis heute einflussreichste Film dieses außergewöhnlichen Jahrgangs ist und bleibt Quentin Tarantinos Pulp Fiction. Im Folgenden soll in aller Kompaktheit gezeigt werden, wie vielschichtig und weitreichend der Einfluss von Tarantinos Meisterwerk bis heute ist und wie weit es seiner Zeit voraus war.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2410230932372.010381358292
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23364

1993. Preiswürdig? Überlegungen im Ausgang von Helmut Kraussers Melodien

Die frühen 1990er gelten manchen als festgefahrene Zeit, als entzauberte Jahre vor allem nach den hoffnungsvollen Erwartungen der sogenannten ‚deutschen Wende‘. Literarisch ist das Jahr 1993 auf den ersten Blick irgendwie unspektakulär (und Martin Walsers Roman ohne einander ist nicht Bestandteil des Kanons geblieben); filmisch begnügte man sich mit den Familienfilmen Ein Hund namens Beethoven und Mrs. Doubtfire, Liebesfilmen wie Schlaflos in Seattle oder den Blockbustern Jurassic Park und Schindlers Liste. Dennoch kann das Jahr 1993 als für die literarische Welt bedeutsam gelten und als bedeutsam für das Werk eines Autors. Helmut Kraussers Roman Melodien erschien und zog große Beachtung auf sich…

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409251426244.931697526881
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23359

1992. Lücken sehen

Diese Würdigung von Oliver Jahraus unternimmt einen Versuch der Zusammenschau dreier Dinge, die sich auf den ersten Blick nicht gut vereinbaren lassen: seine Freude an einer optischen Metapher beim Beforschen einer abstrakten Theoriefrage, seine Begeisterung für Boxermotorräder und sein Engagement für die universitäre Hochschullehre und Fachentwicklung. Als Verbindung wird sein konsequentes theoretisches und praktisches Interesse an etwas angenommen, das hier Lösungsorientierung genannt werden soll, wenngleich das mindestens in der Dimension der Theorie der Komplexität damit zusammenhängender Fragen nicht gerecht wird.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert.
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23355

1991. Briefe, die wichtigsten Fragen zur deutschen Literatur betreffend

Vorbemerkung des Herausgebers: Wie ich in den Besitz der Briefe eines Studenten an Oliver Jahraus gekommen bin, die ich hier ohne jede Genehmigung publiziere, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Jedenfalls entdeckte ich die lose eingelegten Briefe in dem Buch Die Wiederholung als werkkonstitutives Prinzip im Œuvre Thomas Bernhards, mit dem Oliver Jahraus 1991 seine beispiellose akademische Karriere begann. WSg

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041105137.191487433052
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23352

1990. Arnie träumt die Revolution. Total Recall zwischen Klassenbewusstsein, Koma und Kommodifizierung

Total Recall (Paul Verhoeven, 1990) lässt zwischen Gewaltorgie und Actionszenen nicht nur eine philosophische Lesart zu, die sich um Bewusstsein dreht, sondern auch eine, die sich um Klassenbewusstsein dreht.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041102147.243969432097
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23350

1989. Am Ende der Geschichte, im Herzen der Finsternis

1989 erzählt Fukuyama die Geschichte vom Ende der Geschichte als Sieg des Westens und wird melancholisch angesichts dieses Happy Ends. Der Dramatiker Heiner Müller schreibt ein Gedicht darüber, wie dieses Ende eigentlich von der anderen Seite aussieht und stellt die Gretchenfrage der Literatur.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409251430273.312436388801
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23370

1988. Herr Jahraus und der Rausch der Tiefe

Der Film Le Grand Bleu ist eine Liebeserklärung an die Magie des Meeres und setzt sich mit essenziellen menschlichen Sehnsüchten auseinander. Die Meinungen der Kritiker sind kontrovers – mal wird er als meisterhaft, mal als oberflächlich bezeichnet. Ist Le Grand Bleu nun ein seichter oder ein tiefgründiger Film? Was erzählt er von der menschlichen Faszination für das Meer? Und wie verhält er sich zu Oliver Jahraus’ (Sehn)Sucht nach dem großen Blau?

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411070044471.635931558627
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23346

1987. Aufbruch in die unendlichen Weiten der Kommunikation: Star Trek – The Next Generation meets Habermas

Die erste Staffel der U.S.-Fernsehserie Star Trek – The Next Generation wurde ab dem 26. September 1987 ausgestrahlt. Die Serie hatte im Durchschnitt mehr als neun Millionen Zuschauer. Sie antizipiert den politischen Zusammenbruch des Ostblocks und entwickelt im Gewand von Science-Fiction ein neues an Kommunikation und Ausgleich orientiertes Modell politischen Handelns.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2410011405193.082075169808
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23386

1986. Konstruktivistische Schlüsselbeziehungen – Eine imaginäre Perspektive auf die Geschehnisse des Jahres 1986

Niklas Luhmanns Welt gerät aus den Fugen, als er sich in die neue Verwaltungskraft Alex J. verliebt. Während das Jahr 1986 ihn mit globalen Katastrophen und kulturellen Triumphen konfrontiert, beginnt er zu zweifeln, ob er in seinem Vorhaben, innerhalb von 30 Jahren eine Theorie der Gesellschaft vorzulegen, eine entscheidende Variable übersehen haben könnte.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411070040371.873243914796
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23369

1985. Back to the future, oder: Literatur als Zeitreise

Literaturwissenschaft und strenger noch -geschichte haben immer etwas mit einer Reise in die Vergangenheit zu tun. Die Medienwissenschaft sei hier nicht ausgenommen. So geht es nicht nur bei Novalis „immer nach Hause,“ sondern auch schon bei Odysseus. Ob so eine Rückkehr in die Heimat klug ist, sei dahingestellt, denn wir wissen ja schon von Ödipus, dass man von seinem zu Hause am besten so weit weg sein sollte, wie nur möglich. Die Resultate sind bekannt und nicht nur mit Blindheit geschlagen, wie besagter Protagonist des Dramas von Sophokles, das schon Siegmund Freud inspirierte. Doch machen wir einen Sprung in die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 1985. Der Film Zurück in die Zukunft kommt in die Kinos…

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409251434021.949905032647
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23339