Verfasserarchiv | Bernd Scheffer

„Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.“ Anlässlich des 70-jährigen Erscheinens: Theodor W. Adornos ‘Minima Moralia’ neu gelesen – aus paartherapeutischer Sicht

Der folgende Text über Theodor W. Adornos berühmte Aphorismen-Sammlung Minima Moralia bezieht sich – spielerisch, dekonstruierend, und meist selbst aphoristisch – vor allem auf Adornos Ansichten über die Beziehungen von Paaren, um zu zeigen, dass die ‚Beschädigung des Lebens‘ auch und gerade in der Paarbeziehung beginnen, aber auch repariert werden kann. Download PDF

Verschwörungstheorien, Verschwörungsmythen und ihre Attraktivität

Warum können Verschwörungstheorien überhaupt erfolgreich verbreitet werden? Warum sind Verschwörungstheorien meist äußerst schwer oder gar nicht zu widerlegen? Warum ist es überhaupt möglich, dass sogar ein weitgehend gesichertes wissenschaftliches Wissen bei den Anhängern einer Verschwörungstheorie überhaupt keine Rolle spielt? Gezeigt werden dabei die Erklärungs-Möglichkeiten „konstruktivistischer“ Antworten. Abschließend werden einige Vorschläge skizziert, wie mit Verschwörungstheorien bzw. […]

Lebensgefühle um 1968

Der folgende Beitrag skizziert verschiedene Gefühlslagen der Zeit um 1968. Er ist vorwiegend psychologisch ausgerichtet – und weicht insofern ab von den vielen, meist soziologischen und politischen Beschreibungen jener Jahre. Download PDF

Mohammed- Video. Die medienwissenschaftliche Perspektive

Dieser Artikel nimmt Salman Rushdies „Satanische Verse“, dieMohammed-Karikaturen von Kurt Westergaard und insbesondere dasMohammed-Schmäh-Video zum Anlass, aus medienwissenschaftlicherPerspektive darzulegen, dass ein Medienprodukt am allerwenigsten derVerursacher der Reaktionen ist, die es zur Folge hat. Vielmehr sind esvor allem die jeweiligen emotionalen Voraussetzungen auf Seiten derNutzer, die eine bestimmte Reaktion nach sich ziehen. Download PDF

Die Rezeption von Büchern und Filmen als Therapie?

Aus theoretischen und praktischen Gründen gibt es einerseits kaum eine Möglichkeit, die Rezeption von einzelnen belletristischen Büchern und von einzelnen Spielfilmen sogleich schon als Therapie im Sinne der Psychotherapie zu verstehen, andererseits aber scheint es völlig unerlässlich, Mediennutzungen grundsätzlich in einen sehr starken Zusammenhang mit Emotionen und Emotionsproblemen zu bringen – mit einer unausgesetzt notwendigen […]

Das Gute am Bösen. Einführung zu dem Film A Clockwork Orange

Fast 40 Jahre alt ist A Clockwork Orange, einer der berühmtesten und erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte. Bis heute hat er seinen Platz in vielen internationalen Top-Ten-Listen. 1971 unter der Regie von Stanley Kubrick in Großbritannien produziert, wurde er 1972 für mehrere Oscars nominiert (beste Regie, bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Schnitt). A Clockwork Orange […]

Medien und Fremdenfeindlichkeit: Eher Gefühlsprobleme als Vernunftprobleme.

Der vorliegende Aufsatz zweifelt daran, dass die üblichen Empfehlungen, wie mit dem Problem „Medien und Fremdenfeindlichkeit“ umzugehen sei, allein schon ausreichen. Diese üblichen, allemal wohlgemeinten, durchaus ehrenvollen Vorschläge, die pädagogischen und didaktischen Empfehlungen, die vor allem von Wissenschaftlern und zum Teil auch von Medienpraktikern stammen, berücksichtigen die tatsächliche, durchaus unbequeme emotionale Problemlage einer Gesellschaft und […]

Medien als Passion (Einleitung)

Warum sind Menschen seit jeher derart hinter den Medien her? Eine der möglichen Antworten lautet: Medien ermöglichen Lebenssteigerungen in allen nur denkbaren Ausprägungen. – Der folgende Artikel stellt die Einleitung zu einem gleichnamigen Buch dar. Es geht u. a. darum, ausufernde, vernachlässigte oder diffus gewordene Fragen nach der Funktion von Medien wieder auf einige Kernfragen […]

“… durchs Lieferantentürli in die Paläste der Literatur” – Robert Walser und der Erfolg

Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser gilt jedenfalls bei Experten längst als Klassiker der Moderne. Seine Erfolglosigkeit zu Lebzeiten wird bis heute allerdings als Zeichen von Qualität gewertet. Dürfen wir uns – wieder einmal- genussvoll an einem Dichter schadlos halten, der vielleicht doch zu viel für das Schreiben seiner eigenen Texte geopfert hat? HTML Volltext im […]

Interpretation und Lebensroman: Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Download des gesamten Textes

Wie lassen sich veränderte Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Literatur vorschlagen? Wie entwirft man, ausgehend von „konstruktivistischen“ Grundannahmen, Kunst und darin vor allem Literatur, damit sie neuerlich folgenreich erscheinen? Der in weiten Teilen der Kunst- und Literaturtheorie zu beobachtende strikte Gegensatz von Kunst und Wirklichkeit löst sich zunehmend auf zugunsten von neuen Möglichkeiten für die […]