Sämtliche Beiträge | 1997-2024


2008. Ein Quantum Trost: Weltrettung als Medienabenteuer

Im Jahr 2008 wurde nicht nur die Veröffentlichung des neuen Bond-Films als Medienereignis gefeiert und dieser ebenso wie das gleichnamige Computerspiel, das auch auf Casino Royale verweist, in den Medienverbund um James Bond integriert. Im Film Ein Quantum Trost werden zudem die Kernelemente der Bond-Figur und ihrer Tätigkeit durch den Kunstgriff von verwobenen, aufeinander referierenden Spiegelungen vor Augen geführt: James Bond als medial gerüsteter Beobachter, die Beobachtung als Inbegriff der Spionagetätigkeit und der Film als autoreflexive Inszenierung des Beobachtens des Beobachters, der, während er mittels unterschiedlicher Medien beobachtet, gleichsam selbst zum Medium wird – und das visuell mit einem Bühnenbild verschmelzend, welches ein überdimensionales Auge als Zentrum hat. Die Schlüsselszene des Films, die Entlarvung der Mitglieder der Verbrecherorganisation Quantum, veranschaulicht, dass die Filme der James Bond-Serie, nicht nur durch die Gadgets von Q, vor allem eines sind: Medienabenteuer.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen>.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041135309.357353123099
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23358

2007. Vom Anfang à Paris bis Zinédine Zidane

Ein Medienereignis aus dem Jahr 2007: Der recht junge „Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Medien“ des Germanisten Oliver Jahr-aus macht eine Lehrstuhl-Reise nach: Paris.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen>.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041130158.046439049255
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23356

2006. Die Konzeption von Moral im Film Das Streben nach Glück und ihre intermediale Inszenierung

In diesem Beitrag wird die Konzeption von Moral, insbesondere von Arbeitsmoral, im Film Das Streben nach Glück (2006) analysiert. Dabei wird einerseits gezeigt, wie auf der innerfilmischen Handlungsebene verschiedene Medien inszenatorisch an eine ‚klassisch‘ protestantische Arbeitsmoral gekoppelt sind und andererseits auf der Rezeptionsebene für die Vermittlung jenes Moralkonzepts bedeutsam werden.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409251422335.120381539446
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23353

2005. Things to come. Spiele mit großer und kleiner Geschichte: Ulrike Draesner u.a.

Das Medienjahr 2005 hat eine kleine und eine große Geschichte. Der Beitrag reflektiert – in Anlehnung an die literaturtheoretischen Weichenstellungen von Oliver Jahraus und am Beispiel von Ulrike Draesners Roman Spiele (2005) – die strukturelle Kopplung von Bewusstsein und Kommunikation, Subjekt und Interpretation, Storyline und Zeitgeschichte.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409251439581.650550642224
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23372

2004. Un/Freundschaft. Über Derrida(s Tod). Persönlich Unpersönliches – revisited

„Ein Text ist nur dann ein Text, wenn er dem ersten Blick, dem ersten, der daher kommt, das Gesetz seiner Zusammensetzung und die Regel seines Spiels verbirgt. Ein Text bleibt im übrigen stets unwahrnehmbar. (J. Derrida: Platons Pharmazie)

Dies hier (also) wird kein Essay gewesen sein.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411070051023.814739400235
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23365

2003. Im Haifischbecken: Die Erwiderung der Stuckists auf Damien Hirsts The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living

Dass der Haifisch Zähne hat, und was für welche, wurde 2003 spürbar, als es die Künstlergruppe der Stuckists mit einer Installation des Konzeptkünstlers Damien Hirst aufnahm. Diese war gerade für knapp sieben Millionen Pfund Sterling von Sotheby’s versteigert worden. Im folgenden Beitrag begeben wir uns auf die Spuren zweier Haifische, die uns die Möglichkeiten und die Grenzen von Leben und Kunst vor Augen führen, jeder auf seine eigene Weise.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2410230942481.369573878900
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23344

2002. The New Twenties – Oliver Jahraus zum 60. Geburtstag. Kulturwissenschaft oder Philologie?

Das Ereignis, von dem ich berichten werde, gehört in das Jahr 2001, doch die Wirkungen waren lange zu spüren. Im August 2001 erschien im Heft 628 der Zeitschrift MERKUR ein Beitrag von mir, der sich den neuesten Trends in den humanwissenschaftlichen Disziplinen widmete: Kittlers Leere. Kulturwissenschaft als Entertainment – den Titel hatte der Herausgeber Karl Heinz Bohrer vorgeschlagen. Erst nach dem Sommerurlaub öffnete ich mein eMail-Konto und glaubte im ersten Moment an einen technischen Defekt, da eine Flut von Nachrichten eingegangen war. Es waren meist kurze Schreiben von Unbekannten, die ihre Zustimmung, Gegenrede oder einen Dank für den Artikel mitteilen wollten, auch Schmähungen fehlten nicht. Klaus Weimar führte in der Betreffzeile seines Schreibens nur ein Zitat aus dem Text an: „Heilige Philologie!“ Die Diskussion über eine kultur-wissenschaftliche Neuorientierung der philologischen Fächer befand sich auf dem Höhepunkt…

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041125012.212960195748
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23343

2001. Der Augenblick des virtuellen Enzyklopädismus

Wie man denkt, was man virtualisiert. Oder: das Lexikon schafft sich ab. Wer nach 2001 noch physisch nachschlägt, dem verschlägt es den Sinn. Wir haben uns unwiderruflich wikipediatisiert.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409291135355.390660124904
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23331

2000. Madonnas Video zu „Don’t tell me“: ein atemberaubender Tanz durch die Bild- und Fiktionalitätsebenen

Mainstream goes Literaturtheorie: ein Video verwischt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion als Mise en abyme – ein exzellentes Beispiel für die Möglichkeiten guter Popmusik.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2409291138491.725772458728
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23374

1999. „Ich kann jetzt alles zuhause erledigen“. Heidi Hoh von René Pollesch

„Keine Ahnung, aber es fing ganz offensichtlich mit Heidi Hoh an“, antwortet René Pollesch 2001 auf die Frage, worauf sein plötzlicher Erfolg am Theater beruhe. Heidi Hoh wurde am 15.5.1999 im Rahmen eines Perfomancefestivals im Podewil in Berlin uraufgeführt. Damit wurde das geprägt, was sich in den darauf folgenden Jahren als ganz eigene Theaterform und unnachahmlicher ‚Pollesch-Sound‘ erweisen wird…

Dieser Artikel erschien am 13.11.2024 in der Zeitschrift Medienobservationen.
Er ist durch die DNB archiviert. urn:nbn:de:101:1-2411041120513.485664225587
DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/23334